Rufweiterleitung einrichten
Mit der Rufweiterleitung bestimmst du, wann und wie Anrufe an deine One100 KI-Telefonassistent:in weitergegeben werden.
Die Weiterleitung erfolgt direkt über dein Telefon oder deinen Mobilfunkanbieter — ohne zusätzliche Hardware und ohne Eingriff in deine bestehende Telefonanlage.
Welche Arten der Rufweiterleitung gibt es?
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Varianten:
Permanente Rufweiterleitung einrichten
iPhone (iOS)
- Öffne Einstellungen
- Tippe auf Telefon
- Wähle Rufweiterleitung
- Aktiviere die Rufweiterleitung
- Trage die Telefonnummer deiner One100 KI-Telefonassistent:in ein
Ab diesem Moment werden alle Anrufe automatisch weitergeleitet.



Android
- Öffne die Telefon-App
- Tippe auf das Menü (⋮)
- Wähle Einstellungen → Anrufe
- Tippe auf Rufweiterleitung
- Gib die Nummer deiner KI-Telefonassistent:in ein
Hinweis: Die Bezeichnungen können je nach Hersteller leicht variieren.
Bedingte Rufweiterleitung einrichten (über den Ziffernblock)
Du gibst den entsprechenden Code direkt über den Telefon-Ziffernblock ein und bestätigst ihn mit Anrufen. Am iPhone funktioniert das praktisch immer, auf Android meistens, aber nicht bei allen Modellen.
Rufweiterleitung aktivieren
| Bedingung | Code |
|---|---|
| Alle Anrufe sofort weiterleiten | **21*Zielnummer# |
| Nur weiterleiten, wenn gerade telefoniert wird (besetzt) | **67*Zielnummer# |
| Nur weiterleiten, wenn niemand abhebt (nach Wartezeit) | **61*Zielnummer**Sekunden# |
| Nur weiterleiten, wenn das Telefon aus ist oder keinen Empfang hat | **62*Zielnummer# |
| Alle drei bedingten Weiterleitungen auf einmal | **004*Zielnummer**Sekunden# |
Beispiel
Ersetze "Zielnummer" durch die Nummer deiner One100 KI-Telefonassistent:in. Hier am Beispiel der Zielnummer +43123456789:
| Bedingung | Beispiel-Code |
|---|---|
| Alle Anrufe sofort weiterleiten | **21*+43123456789# |
| Nur weiterleiten, wenn gerade telefoniert wird (besetzt) | **67*+43123456789# |
| Nur weiterleiten, wenn niemand abhebt (nach 20 Sekunden) | **61*+43123456789**20# |
| Nur weiterleiten, wenn das Telefon aus ist oder keinen Empfang hat | **62*+43123456789# |
| Alle drei bedingten Weiterleitungen auf einmal (20 Sekunden) | **004*+43123456789**20# |
Die Wartezeit ist in 5-Sekunden-Schritten von 5 bis 30 Sekunden möglich (z. B. 10, 15, 20 oder 30). Wichtig: Vor der Sekundenzahl stehen zwei Sternchen — **61*Zielnummer**20#. Manche Geräte verlangen stattdessen die ausführliche Schreibweise **61*Zielnummer*11*20#, wobei 11 für Sprachanrufe steht.
Rufweiterleitung deaktivieren
| Was ausschalten | Code |
|---|---|
| Alle Weiterleitungen (sofortige und bedingte) | ##002# |
| Nur die sofortige Weiterleitung (alle Anrufe) | ##21# |
| Nur die bedingten Weiterleitungen (besetzt, keine Antwort, nicht erreichbar) | ##004# |
| Nur die Besetzt-Weiterleitung | ##67# |
| Nur die Weiterleitung, wenn niemand abhebt | ##61# |
| Nur die Weiterleitung, wenn das Telefon aus ist | ##62# |
Was passiert bei welchem Code genau?
Jeder Code steht für genau eine Situation im Mobilfunknetz. Wer diese Zuordnung kennt, versteht auch, warum manche Anrufe trotz eingerichteter Weiterleitung nicht bei der KI-Telefonassistent:in ankommen.
| Situation (Code) | Was das Netz macht |
|---|---|
| Immer — egal in welchem Zustand das Telefon ist (21) | Der Anruf erreicht das Handy gar nicht. Das Netz leitet ihn sofort weiter, es klingelt nirgends. |
| Es wird gerade telefoniert (67) | Das Netz erkennt die belegte Leitung und leitet sofort weiter, statt ein Besetztzeichen zu senden. |
| Der Anruf wird aktiv weggedrückt (67) | Zählt für das Netz ebenfalls als besetzt. Wer den roten Knopf drückt, löst also 67 aus — nicht 61. |
| Es klingelt, aber niemand hebt ab (61) | Das Netz lässt das Handy klingeln und startet einen Timer von 5 bis 30 Sekunden. Läuft er ab, wird weitergeleitet. |
| Das Telefon ist ausgeschaltet (62) | Das Handy ist im Netz nicht mehr angemeldet. Der Anruf wird sofort weitergeleitet, ohne dass irgendwo klingelt. |
| Kein Empfang, Funkloch oder Flugmodus (62) | Für das Netz exakt derselbe Fall wie „ausgeschaltet“. Einen eigenen Code dafür gibt es nicht. |
Ein Detail zum Besetzt-Fall: Ist bei dir Anklopfen aktiv, würde ein zweiter Anruf normalerweise ins laufende Gespräch hineinklopfen. Eine aktive Besetzt-Weiterleitung (67) hat aber Vorrang — der zweite Anrufer landet direkt bei der KI-Telefonassistent:in, statt dich zu unterbrechen. Für Ordinationen ist das meist genau das gewünschte Verhalten.
Weiterleitung kurzzeitig pausieren und wieder aktivieren
Du musst eine Weiterleitung nicht löschen, nur weil sie gerade nicht gelten soll. Das Mobilfunknetz unterscheidet zwischen „ausgeschaltet“ und „gelöscht“ — und beim Ausschalten bleibt die Zielnummer gespeichert.
| Schritt | Code |
|---|---|
| Einmal einrichten — die Nummer wird im Netz gespeichert | **61*Zielnummer**20# |
| Pausieren — Weiterleitung aus, Nummer bleibt gespeichert | #61# |
| Wieder aktivieren — ohne Neueingabe, inklusive Wartezeit | *61# |
| Endgültig entfernen — Nummer und Wartezeit werden gelöscht | ##61# |
Praktisch heißt das: Du richtest die Weiterleitung einmal ein und schaltest sie danach nur noch mit einem kurzen Code um — zum Beispiel morgens #61#, wenn das Team vollständig besetzt ist, und abends *61#, wenn die KI wieder übernehmen soll.
Gilt das für alle Weiterleitungsarten?
Ja. Das Pausieren funktioniert bei allen vier Weiterleitungsarten identisch, und die Zielnummer bleibt in jedem Fall im Netz hinterlegt. So ist es im Mobilfunkstandard festgelegt: Ein Deaktivieren darf die gespeicherten Daten nicht löschen — nur das Löschen mit doppelter Raute tut das.
| Weiterleitungsart | Pausieren / Wieder aktivieren |
|---|---|
| Sofort, alle Anrufe (21) | #21# / *21# — Zielnummer bleibt gespeichert |
| Bei besetzt (67) | #67# / *67# — Zielnummer bleibt gespeichert |
| Wenn niemand abhebt (61) | #61# / *61# — Zielnummer und Wartezeit bleiben gespeichert |
| Wenn nicht erreichbar (62) | #62# / *62# — Zielnummer bleibt gespeichert |
| Alle bedingten gemeinsam (004) | #004# / *004# — wirkt auf 61, 62 und 67 gleichzeitig |
| Alle gemeinsam (002) | #002# / *002# — wirkt auf alle vier gleichzeitig |
Praxisbeispiel
Wichtiger Hinweis & Unterstützung
Einige Mobilfunkanbieter verlangen, dass Rufweiterleitungen über die Anbieter-App oder über das Kundenportal eingerichtet oder freigeschaltet werden. Im Zweifel hilft der Support des jeweiligen Anbieters schnell weiter.
Zwei häufige Stolpersteine: Bei aktiviertem VoLTE oder 5G werden GSM-Codes in manchen Netzen vom IMS-System abgefangen — dann lässt sich die Weiterleitung nur noch über die App oder das Kundenportal des Anbieters einrichten. Und einige Netze akzeptieren die Zielnummer ausschließlich im nationalen Format (z. B. 0123456789) statt im internationalen (+43123456789).
Wenn die Codes bei deinem Anbieter nicht funktionieren
Der Ziffernblock ist der Standardweg und funktioniert netzunabhängig, weil die Codes Teil des Mobilfunkstandards sind. Am iPhone klappt das praktisch immer. Bei einzelnen Anbietern und Android-Geräten passiert nach der Eingabe aber gar nichts: keine Bestätigung, keine Fehlermeldung, kein Dialog. Dann gibt es zwei Alternativen.
Bedingte Weiterleitung über die Android-Einstellungen
Android kann alle vier Weiterleitungsarten direkt im Menü, ganz ohne Codes. Du findest sie in der Telefon-App über das Menü (⋮) unter Einstellungen, dann Zusatzdienste, dann Rufumleitung. Dort stehen vier Einträge, die genau den vier Codes entsprechen: Immer weiterleiten (21), Weiterleiten wenn besetzt (67), Weiterleiten wenn keine Antwort (61) und Weiterleiten wenn nicht erreichbar (62). Bei jedem Eintrag trägst du die Nummer deiner KI-Telefonassistent:in ein und tippst auf Aktivieren.
Am iPhone gibt es diesen Weg nicht. Unter Einstellungen, Telefon, Rufweiterleitung steht ausschließlich die Sofort-Weiterleitung (21). Die drei bedingten Varianten fehlen dort komplett. Für sie führt am Ziffernblock kein Weg vorbei.
App oder Kundenportal des Mobilfunkanbieters
Manche Anbieter, vor allem Diskontmarken, schalten Rufweiterleitungen nur über die eigene App oder das Kundenportal frei. Dort steht allerdings häufig ausschließlich die Sofort-Weiterleitung zur Verfügung, und eine Wartezeit lässt sich auch dort nicht setzen.
Hilft auch das nicht weiter, kann der Anbieter-Support die Weiterleitung und die Klingelzeit netzseitig einrichten. Das kann in der Regel nur der Anschlussinhaber selbst beauftragen, nicht ein Dritter. Halte dafür die Rufnummer und den PUK bereit und formuliere den Wunsch konkret, zum Beispiel: Rufumleitung bei Nichtannahme auf die Zielnummer, Klingelzeit 15 Sekunden.
Schreibweise der Zielnummer
Wird ein Code abgewiesen, ist die Schreibweise der Zielnummer der erste Punkt zum Durchprobieren. Hier am Beispiel der Nummer +43123456789:
| Schreibweise | Bewertung |
|---|---|
| +43123456789 | Empfohlen. Internationales Format, greift auch im Ausland und in fremden Netzen. |
| 0043123456789 | Funktioniert in den meisten Netzen als Alternative zum Plus. |
| 0123456789 | Nationales Format. Einzelne Netze akzeptieren ausschließlich diese Schreibweise. |
| 43123456789 | Ungültig. Ohne + oder 00 liest das Netz die Ziffern als nationale Rufnummer. |
Wenn du unsicher bist, welche Variante für deine Ordination sinnvoll ist, unterstützt dich das One100 Team gerne bei der Einrichtung: support@one100.ai

